HIGHLIGHTS AUS DEN AKTUELLEN HEFTEN:

Hagen Rether

„Liebe“ – aktuelle und überarbeitete Fassung

21.2./20 Uhr, Stadthalle, Hagen

Es ist kein klassisches Kabarett, was Hagen Rether seinem Publikum serviert, sondern eher ein assoziatives Spiel, ein Mitdenkangebot. Der Kabarettist verweigert die Verengung komplexer Zusammenhänge und gesellschaftlicher wie politischer Absurditäten auf bloße Pointen. Auch das Schlachten von Sündenböcken und das satirische Verfeuern der üblichen medialen Strohmänner sind seine Sache nicht, denn die Verantwortung tragen schließlich nicht allein „die da oben“. In aller Ausführlichkeit verknüpft Rether Aktuelles mit Vergessenem, Nahes mit Fernem, stellt infrage, bestreitet, zweifelt. An zentralen Glaubenssätzen westlicher „Zivilisation“ rüttelt er gründlich, sogenannte Sachzwänge gibt er als kollektive Fiktionen dem Gelächter preis. Mit überraschenden Vergleichen verführt er das Publikum zum Perspektivwechsel.

Hunger

Theaterstück über unseren Umgang mit Nahrung

29.2./19.30 Uhr, Theater und Konzerthaus, Solingen

Wir lieben Lebensmittel. Wir lieben sie so sehr, dass wir nicht nur Unmengen davon viel zu billig kaufen – egal wie sehr Umwelt und Menschen darunter leiden müssen – wir haben sie auch zum Wegwerfen gern. Millionen Tonnen Nahrungsmittel enden in Deutschland jährlich als Müll. Unsere Beziehung zu Nahrung scheint immer schizophrener zu werden. Während die einen sich mit billigem Fertig-Essen vollstopfen, nehmen andere nichts zu sich, was nicht vegan, bio und fair gehandelt ist. Die meisten aber stehen mittendrin, zwischen Omas Linsensuppe und Fertiggerichten. Zwischen dem Wissen, was gut für uns ist, und dem Wunsch, endlich in die neue Jeans zu passen.
In der Produktion des spinaTheaters Solingen geht es den zwölf jungen Laienschauspielern um den Hunger und ums Essen und schließlich um die Frage, ob und wie es möglich ist, zu essen, ohne den Globus zu zerstören.

Nachbarstädtisches:

41. Lüdenscheider Kleinkunsttage

mit dem Wettbewerb um die „Lüdenscheider Lüsterklemme“

20.-28.2.20, Kulturhaus, Lüdenscheid

Das Besondere am Format der Kleinkunsttage ist es, dass jeder der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler sein komplettes Programm spielt und nicht nur einen Ausschnitt. Mit dabei sind: Kolja Fach, Nikita Miller, Jean-Philippe Kindler, Sandra D Vina und Liza Kos. Das Publikum entscheidet durch Stimmabgabe, wer im Oktober 2020 bei einem erneuten Auftritt den begehrten Preis abholen darf. Weitere Informationen unter www.luedenscheider-luesterklemme.de