HIGHLIGHTS AUS DEN AKTUELLEN HEFTEN UND AUSBLICK:

Dieter Nuhr

„Kein Scherz!“

28.5./20 Uhr, Stadthalle, Hagen

Dieter Nuhr ist der Meister der entspannten Comedy und der König der befreienden Pointe. In seinem Programm „Kein Scherz!“ beweist er wieder einmal: Das Leben ist kein Witz, kann aber trotzdem Spaß machen. Er widersetzt sich dem Zeitgeist dauernder Erregung, seziert unser mediengestörtes Weltbild und hält dagegen mit seiner entwaffnenden Unaufgeregtheit. Nuhr kontert die ritualisierte Empörung in unserem Land mit abwägenden Gedanken und gelassener Heiterkeit. Er seziert mit seinen entlarvenden Pointen die Verkrampftheit der Ideologen und befreit sein Publikum vom Zwangsdenken der Besserwisser.
Nuhr beweist: Humor kann schlau sein, Optimismus ist möglich, Denken macht Spaß! Die Wirklichkeit ist oft lustiger als jeder Witz, und Lachen ist – kein Scherz! – extrem befreiend.

Goldene Zeiten

Die Sammlung niederländischer Kunst und ihre Geschichte(n)

28.2.2021 bis 27.2.2022; Von der Heydt-Museum, Wuppertal

Das Von der Heydt-Museum Wuppertal verfügt über eine der reichsten öffentlichen Sammlungen niederländischer Kunst des 16. und 17. Jahrhunderts in Nordrhein-Westfalen. Zu ihr zählen allein 60 Gemälde, unter ihnen hochrangige Arbeiten von Aelbert Cuyp, Jan van Goyen, Joos de Momper, Pieter Neefs d. Ä., Salomon van Ruysdael, Herman Saftleven III und Frans Snyders. Auch auf dem Feld der Grafik ist das Museum breit aufgestellt, mit Werken von Hendrik Goltzius, Nicolaes Berchem, Cornelius Dusart und Rembrandt, um nur einige Namen zu nennen. Erstmals seit vielen Jahren breitet die Ausstellung „Goldene Zeiten“ diese bedeutenden Bestände wieder in vollem Umfang aus.
Die Ausstellung deckt nicht nur formale und kunsthistorische Zusammenhänge auf. Sie erzählt auch die Geschichten, die sich hinter den Werken verbergen.

Nachbarstädtisches:

Jan Banning

Retrospektive

bis 8.11., Städtische Galerie, Iserlohn

Spätestens seit Veröffentlichung der Fotoserie „Bureaucratics“ im Jahr 2008, zählt der Niederländer Jan Banning zu den herausragenden Vertretern der dokumentarischen Fotografie. Mit seinen Fotos wollte er die Unerschütterlichkeit festhalten, „… mit der weltweit Millionen von Beamten die Staatsmaschinerie am Laufen halten.“ In Iserlohn war die Serie 2010 zu sehen. Jetzt kehrt Banning zurück mit einer Retrospektive, die neben „Bureaucratics“ die Bildserien „Red Utopia“, „Down & out in the south“, „The sweating subject“ und „Law & Order“ zeigt. In einer fotografischen Studie vergleicht er die Justizsysteme in Kolumbien, Frankreich, Uganda und den USA miteinander. Seine Bilder enthüllen die tägliche Realität in Polizeibehörden, Gerichten und Haftanstalten. Banning porträtierte Obdachlose abseits von ihrem Alltag auf der Straße. In Ghana fotografierte er die Stammesobersten der Gonja und Dagomba mit ihrem Hofstaat, in deren Reihen er auch selbst zu sehen ist. Politisch links orientiert zeigt Banning, was von der großen kommunistischen Utopie übrig geblieben ist. Mit liebevoller Distanz dokumentiert und seziert Banning die Welt der kommunistischen Parteien anhand ihrer Büros.